Casinos in Neuseeland im Normalbetrieb

Schon im Juni hatte man versucht die Casinos von Neuseeland wieder in einen normalen Betrieb zu bringen. Neuerliche Entscheidungen von der Regierung nahmen dies jedoch wieder zurück. Mittlerweile ist es ihnen jedoch erlaubt wieder zum normalen Alltag überzugehen. Gerade den Betreiber von SkyCity kommt dies natürlich sehr zugute. Da man hier schon sehr um Arbeitsplätze und Standorte zittern musste. Schließlich hängen an der Casino Branche einige Leben in Form von Arbeitsplätzen.

Bewegungsfreiheit und Anzahl der Gäste bleiben unbegrenzt

Sämtliche Maßnahmen wurden in Neuseeland heruntergefahren, so dass Casinos und ähnliche Etablissements wiedereröffnen können. Die bis dato entstandenen Einschränkungen wurden wieder aufgehoben. Die einzige Ausnahme bildet Auckland, welches im Norden liegt. Dort ist natürlich die Metropolregion. Aber auch hier hat man die Hoffnung, dass die Maßnahmen recht bald gelockert werden und man zu einem normalen Alltag zurückkehren kann.

Jacinda Ardern, ihres Zeichens Premierministerin von Neuseeland hatte erst vor kurzen diese Entscheidungen getroffen. Natürlich kommt diese nicht nur den Glücksspielbetreibern zu Gute, sondern auch den Gaststätten, Hotel und Kultur Gewerbe. In Neuseeland gibt es insgesamt sechs große Casinos. Vier davon werden von SkyCity betrieben. Unter anderem gehören zu dem kompletten Unternehmen ein Casino in Auckland, in Hamilton, dazu noch das Wharf und Queenstown.

Drei der vier Standorte werden nun wieder in den Normalbetrieb übergehen. Lediglich Auckland, muss noch ein wenig warten, bis es auch hier soweit sein wird. Queenstown, Hamilton und weitere dürfen sich jedoch schon wieder über sämtliche Spielaktivitäten freuen, die ohne jegliche Einschränkung genossen werden können. Auch gibt es keine Obergrenze für die Anzahl der Gäste. In den kompletten Arealen darf man sich frei bewegen, was schon seit Monaten nicht mehr der Fall war. Bis vor kurzem hatten lediglich die VIP Spieler den kompletten Zugang für sich.

Auch Spielautomaten und selbst die Spieltische können wieder komplett genutzt werden. Sämtliche Barrieren, Sicherheitsabstände oder Hinweise dürfen abgenommen werden. Das Unternehmen möchte dennoch sehr wachsam sein und sich seine Besucher genau ansehen, damit man die Regierung unterstützt und gleichzeitig weiteren Problemen vorbeugt. Ebenso sollen weiterhin Gäste sowie Mitarbeiter gut geschützt werden.

Auckland hinkt hinterher

Während man in ganz Neuseeland sehr positiv gestimmt war, muss Auckland noch ein wenig zittern. Auch wenn hier sämtliche Fälle geklärt werden konnten, ist die Regierung der Meinung, dass man für diese Region noch weiter Zeit benötigen würde, um absolute Sicherheit zu haben. Somit können auch Casinos dort noch nicht wieder normal eröffnen. Wenn auch dort die Entwicklung positive Rückschlüsse ziehen lassen kann, dürfen wieder mehr als 100 Personen das Casino betreten. Diese Restriktionen können jedoch bereits in zwei Wochen gelockert werden. Dann tagt die Regierung das nächste Mal, um weitere Lockerungen, oder Beschränkungen zu bestimmen.

Bereits am 21. März 2020 hatte die Regierung von Neuseeland angekündigt, ein Alarmstufen System einzuführen. Dies solle ähnlich wie das Feuerwehrsystem funktionieren. Dabei gäbe es vier Stufen. Eins ist das kleinere Risiko und vier die höchste Gefahr. Neuseeland befand sich demnach nie über Stufe zwei. Trotzdem gibt es in den Aktivitäten diverse Einschränkungen. Da jede Region die eigene Alarmstufe so setzen kann wie es die Regierung für richtig ersieht, werden die Stufen natürlich demnach auch jeweils anders ausgelegt.

Skycity Durchlebt Höhen und Tiefen

Gerade für Auckland sind die Höhen und Tiefen des Unternehmens sehr schwierig. Am 23. März wurde es vorerst geschlossen, konnte dann aber am 14. Mai schon wieder eröffnet werden. Am 9. Juni wurde das Casino zurück in den Normalbetrieb geschickt und am 12. August wieder für zwei Wochen geschlossen.

Natürlich ist eine solche Achterbahnfahrt nicht gerade einfach für die Wirtschaft des Unternehmens. Die Umsatzeinbrüche konnten teilweise auf bis zu 40 % festgelegt werden. SkyCity konnte sich jedoch erholen und benannte bereits Anfang des Monats einen Einnahmen Anstieg, der sich auf 36,8 % belaufe. Diese Zahl kommt nicht von ungefähr, hatte es doch 2019 einen Brand gegeben. Die Versicherungszahlungen fanden jedoch erst 2020 statt. Somit konnte man den Einbußen von diesem Jahr sehr gut entgegenwirken.

Schaut man auf die Einnahmen ohne die Versicherungszahlungen, liegen diese bei -24,3 %. Wahrscheinlich wäre diese Zahl noch höher, wenn man sich nicht bereits seit einigen Monaten auf das online Geschäft gestürzt hätte. Derzeit wirft dieses Geschäft circa 10,2 Millionen $ Einnahmen ab. Bereits 2019 hatte man diesbezüglich mit der GiG ein Deal für online Casinos abgeschlossen.
Um weiterhin Oberwasser zu behalten, hat der Geschäftsführer bereits angekündigt, dass viele strategische Maßnahmen und Entscheidungen getroffen werden müssen. Somit hatte man sich leider von 25 % der Belegschaft trennen müssen. Die anderen wurden sehr schnell umgeschult, um ihnen auch weiter einen festen Arbeitsplatz bieten zu können. Auf diese Weise würde man zumindest auch langfristig nicht seine Position verlieren. Zudem wurde vom Unternehmen eine Umstrukturierung der Schulden vorgenommen.

Zahlungen an gekündigte Belegschaft

Bei SkyCity wurden bereits 700 Mitarbeiter entlassen, dabei handelt es sich circa um ein Drittel der Belegschaft. Die meisten davon mussten in Auckland gehen. Diese Entscheidung sei dem Management nicht leichtgefallen.

Laut dem CEO waren es hier oftmals Hotel- und Cafe Personal ebenso Bar- und Reinigungskräfte die durch den Abbau der Stellen betroffen waren. Zu Grunde dieser Kündigungswelle lag die Volkswirtschaft, die eindeutig schwächer geworden war. Die Verantwortung wurde unter anderem auf die Reisebeschränkungen gelegt, da man keine ausländischen Spieler mehr willkommen heißen konnte.

Die Gewerkschaft Unite Union sah dies mit sehr kritischen Blicken. Joe Carolan fand dabei für die Flut an Entlassungen passende Worte und kritisierte diese sehr. Trotzdem gäbe es eine Kündigungsklausel welche besagt, dass jeder Mitarbeiter, der länger als 20 Jahre für das Unternehmen tätig sei, auch sein komplettes Gehalt für ein halbes Jahr weiter bekommen könnte. Darauf würde und müsste man nun pochen.

Da dies ebenfalls eine große Summe für SkyCity bedeuten würde, bleibt nun jedoch abzuwarten, ob mit der Welle der Kündigungen weiter verfahren wird, oder ob man sich von Seiten des Managements eines Besseren besinnt. Schließlich kann man die Arbeiter, die man sowieso bezahlt, auch arbeiten lassen. Bezahlen muss man sie von Seiten des Betriebes so oder so. Wahrscheinlich ist es, dass man die weiteren Entscheidungen der Regierung abwarten wird, bevor es hier zu irgendwelchen Entscheidungen für die Zukunft kommt.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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