Der Druck bei Novomatic wird immer größer

Novomatic und seine Affäre bezüglich illegalen Spielabsprachen mit sehr hohen Personen aus der Politik bekommt immer mehr an Fahrtwind. Die Kronen Zeitung aus Österreich hat angegeben sie besitzen einen Chat Verlauf mit über 40 Seiten wo ein Geschäftsmann der die Nähe zu der ÖVP hat und einem Lobbyisten der Novomatic eindeutig zu erkennen sind. Selbst offene Drohungen soll es im Verlaufe des Chats gegeben haben. Nun wird die Sache vom jeweils zuständigen Sonderausschuss des Parlaments untersucht.

Gabe es denn tatsächlich merkwürdige Deals?

Im Mai 2019 hat die Strache Affäre und die Verwicklung mit der Novomatic im Deutschen Nachbarland Österreich für eine regelrecht Welle der Empörung gesorgt. Vize-Kanzler Heinz Christian Strache ein FPÖ Politiker hat in dem mittlerweile bekannten Ibiza Video erklärt, Novomatic würde Parteispenden illegal fließen lassen. Es steht der Verdacht es ist zu Wahlkampfhilfen gekommen die gegen die Staatsaufträge gerichtet sind. Zudem gab es angeblich Bestechungen, die dazu beitragen sollen, das Glücksspielgesetz in Österreich zu kippen und das zugunsten des Unternehmens Novomatic.

In diesem besonderen Fall laufen die Ermittlungen der parlamentarischen Sonderkommission noch immer und wird auch noch eine Zeit dauern. In dieser Zeit hat ein weiterer Bericht der österreichischen Kronen Zeitung für weiteren Ärger gesorgt. Denn die Zeitung erklärte einen Chat-Verlauf zu besitzen der über 40 Seiten geht. Und dieser Verlauf kann es wirklich auch schaffen, zu beweisen, dass Novomatic in Wissenheit und in Absprache mit sehr ranghohen Politikern in illegale Spendenaffären verwickelt ist.

Zu den Akteuren des Chats den die Zeitung angibt zu besitzen gehört ein Geschäftsmann der in enger Verbindung zu hohen Politikern der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) steht und ein Lobbyist der Novomatic. Laut der Kronen Zeitung aus Österreich zieht sich der Verlauf im Zeitraum von Februar an bis heute. Beide Personen ist angeblich die zunehmende Angst und die Verunsicherung im Laufe des Gespräches durch die laufenden Ermittlungen eindeutig anzumerken.

Offenkundige Drohungen

Im Fokus der Chats stehen wohl die merkwürdigen Deals zu denen es zwischen Novomatic und den Politikern gekommen ist. Es soll angeblich auch zu offenen Drohungen gegenüber dem Geschäftsmann von Seiten des Lobbyisten gekommen sein, was im Chat sehr gut nachvollziehbar ist.

Der Geschäftsmann ist angeblich dazu aufgefordert worden sich aus den Geschäften in Zukunft herauszuhalten, die im Zusammenhang mit der Novomatic stehen. Und das in einer recht drastischen und drohenden Weise. Es wird zu sehr großen Problemen kommen, denn man ist schon fast zu weit gegangen, es wäre sehr anzuraten alle vorhandenen Beziehungen sofort abzubrechen. Es gibt sehr ausführliche und detaillierte Informationen von den Beteiligten und deren Vorgeschichte. So lautet eine deutliche Aussage der Kronen Zeitung.

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Gibt es seit 2005 schon Bestechungen?

Die Kronen Zeitung nimmt dabei Bezug auf das Verhör mit dem Sektionschef des Ministeriums des Sports Philipp Trattner der unter Werner Kögler dem Vizekanzler war und dieser war tätig zu der Zeit für Strache. Er hat bei dem Verhör gesagt er hat beide Personen die als Akteure aufgetreten sind während der Strache Affäre die ganze Zeit beobachtet. Laut Aussage von Trattner haben beide Männer um komplette Vertraulichkeit gebeten, um was es bei diesem Gespräch ging ist nicht bekannt gegeben worden.

Die Kronenzeitung ist der Ansicht das alles ist auf jeden Fall Beweis genug, um damit weiter gegen das Unternehmen Novomatic vorgehen zu können. Der Konzern soll bereits im Jahre 2005 den Versuch gestartet haben, verschiedene Politiker für sich zu gewinnen, um diese damit beeinflussen zu können, das Glücksspielgesetz des Landes Österreich zu kippen. Ganz besonders soll es dabei vor allem um den staatlichen Glücksspielmonopol der Casinos Austria gegangen sein, dieses Monopol soll fallen und abgeschafft werden.

Die Zeitung zieht sozusagen auch eine Schneide einer großen offensiven Werbekampagne aus dem Jahr 2019 von Novomatic. Dabei ist es um eine Werbung gegangen die großflächig angelegt wurde. In den Straßenbahnen von Wien wurde Werbung von Novomatic-Automaten geschalten. Und genau das hat eben auch gegen das aktuelle geltende Gesetz komplett verstoßen. erst nachdem sich verschiedenen Bürger aus Wien darüber beschwert haben ist es zu einer Entfernung der Werbung durch die Stadt gekommen.

Die Affäre hat folgenschwere Auswirkungen

Strache der ehemalige Vizekanzler der Alpenrepublik hat mittlerweile seine Behauptungen wieder zurückgenommen. Dennoch sieht sich der Konzern Novomatic seit die Videos veröffentlicht worden sind sehr großen Problemen ausgesetzt. Der Verdacht richtet bezüglich Veruntreuung, Amtsmissbrauch und Bestechung und dagegen wird ermittelt. Mittlerweile kam es schon im Zuge der Ermittlungen zu verschiedenen Razzien von Seiten der WKStA (Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft).

Es sind zwei sehr hohe Vertragspartner von Novomatic die vor allem im Visier stehen. Dabei geht es um das Institut für Sicherheitspolitik (ISP) dieses ist der FPÖ nah einzusortieren. Und als Zweites geht es um einen Wirtschaftsprüfer der in Linz ansässig ist. Den Vorsitz hat Markus Tschank er war ein ehemaliger Abgeordneter der FPÖ. In diesem Bezug geht es vor allem um Vergabe der Konzessionen für Glücksspiel. Novomatic wird zudem vorgeworfen sich als ein Sponsor getarnt zu haben und damit besser an Lizenzen zu kommen und diese zu erhalten.

Auf diesem Wege sollen es 240.000 Euro gewesen sein die an das ISP per Überweisung geflossen sind, so kann es den Berichten der Kronen Zeitung entnommen werden. Aber es liegen bisher diesbezüglich keine genaueren Daten vor. Harald Neumann der CEO der Novomatic soll nun bezüglich der Razzien die durchgeführt wurden von seiner Position zurückgetreten sein.

In Österreich kommt es zu einem Teilrückzug

Novomatic hat sich mittlerweile sogar zum Teil aus Österreich zurückgezogen. Und für das kleine Glücksspiel sollen in Zukunft keine Bewerbungen mehr abgegeben werden. Das Unternehmen will nun damit ein Zeichen auf dem Markt setzen und demonstrieren wie souverän sie auch außerhalb Österreichs sind. Glaubt man verschiedenen Berichten, will die Novomatic in Zukunft sogar vermehrt außerhalb der Grenzen von Europa tätig werden.

Der Grund dafür ist angeblich nicht nur die viel diskutierte Spendenaffäre, sondern es kam auch zu herben Verlusten durch die schlechte wirtschaftliche Lage. Immerhin hat sich mittlerweile ein Schuldenberg des Konzerns von etwa 450 Millionen Euro angehäuft. Im Jahre 2023 kommen weitere Anleihen in Höhe von weiteren 500 Millionen Euro hinzu die fällig werden. Zuletzt kam es zu einem Umsatzeinbruch von etwa 20 Prozent. Bei dem operativen Gewinn ist die Rede von einem Einbruch von etwa 40 Prozent.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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