Der neue Geldwäsche Bericht der FIU liegt nun vor

Die Financial Intelligence Unit (FIU) sagt in ihren neuen Jahresbericht ganz klar aus, die Verdachtsfälle von Geldwäsche sind um ganze 49 Prozent im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr hin angestiegen. Bei dem größten Teil handelt es sich um Meldungen des Bereiches Glücksspiel. Die Anbieter mit Lizenz sind komplett alle dazu verpflichtet Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern.

Es gibt immer mehr registrierte Glücksspielanbieter

Die FIU ist sozusagen die zuständige Stelle in Deutschland für die Sammlung, die Entgegennahme und auch der Auswertung von den verdächtigen Meldungen über unklare Transaktionen im Bereich Finanzen. Und das bei allen die in Verdacht stehen mit der Finanzierung von Terrorismus oder auch der Geldwäsche im Zusammenhang stehen oder auch nur stehen könnten. Der jüngste Bericht der FIU spricht eine ganz klare Sprache, denn im Jahr 2019 gab es eindeutig mehr Meldungen bezüglich Verdachtsfälle. Viele der Meldungen stammen aus dem nicht finanziellen Bereich und darunter fallen auch die Glücksspielanbieter.

114.914 Meldungen sind im gesamten im letzten Jahr eingegangen wo der Verdacht bestand, dass es sich um verdächtige Aktivitäten handelt. Und das bedeutet es sind 37.500 Anstieg an Meldungen, die im Vergleich zu 2018 eingegangen sind. Das bedeutet einen Zuwachs von immerhin 49 Prozent. Im Vergleich von Zahlen des Jahres 2009 hat sich diese Zahl verzwölffacht. Und das ist laut der FIU ein Zeichen dafür die Gesetze verbessern sich laufend und die Zahlungsdienstleister und Banken verpflichten sich zu immer mehr Achtsamkeit und genau das bewährt sich sehr.

Dabei wird zwischen Finanz- und Nichtfinanzsektor unterschieden, was das gestiegene Melde Volumen betrifft. Es sind 98 Prozent aller Meldungen die dem Finanzsektor entstammen. Das sind etwa im Vergleich zum Vorjahr 35.000 Meldungen mehr. Die FIU macht auch einen Unterschied zwischen den Behörden und den sonstigen Verpflichtungen, hier fällt auch der Glücksspielbereich rein.

Innerhalb eines Jahres ist die Anzahl der registrierten Fälle im Glücksspiel Sektor von 45 auf eine Zahl von 300 gestiegen. Viele Glücksspielanbieter verwenden laut der FIU die Webseite damit sie tatsächlich die Informationen sehen können, somit besteht das Interesse sich im Bereich weiterzubilden um Geldwäsche erkennen und unterbinden zu können. Dennoch wird von Seiten der FIU im Bericht darauf hingewiesen, mit der Registrierung der Verpflichteten muss das nicht unbedingt bedeuten es liegen Aktivitäten vor die Verdächtig sind.

Im Glücksspiel Sektor ist Pflichtbewusstsein gefragt

Laut der FIU stammen etwa nur 1,3 Prozent aus dem Nichtfinanzbereich aber dennoch sind sehr viele der Meldungen in diesem Bereich schon sehr unüblich hoch angestiegen. Die Rede ist von 150 Prozent. Nicht nur die Güterhändler sind für diesen Anstieg verantwortlich denn es sind vor allem auch die Glücksspielunternehmen die einen großen Teil dazu beitragen, dass es zu diesem Anstieg kommt. Im Jahr 2018 sind im Bereich Glücksspiel gerade mal 24 Meldungen gemacht worden. Im Jahr 2019 waren es dann schon 116 Meldungen.

Diesen Erfolg führt die FIU vor allem auch darauf zurück, dass es sehr viele registrierte Unternehmen gibt und diese verpflichten sich damit dann eben auch zu diesen Meldungen und zu Teilnahmen an Messen. Bei diesem Messen wird regelmäßig ein vielfältiger Informationsaustausch angeboten. Die FIU war im Jahr 2019 auf der Leitmesse DKM für Versicherungs- und Finanzbranche und bei der AdvoTec Fachmesse dabei. Auffallend war sehr viele Besucher haben sich dabei ausführlich über die aktuelle Gesetzeslage informiert.

Von großer Bedeutung können die Erkenntnisse und Erfahrungen vor allem für die Glücksspielbranche sein. Denn gerade dieser Bereich macht es möglich sehr viele Möglichkeiten für die Verschleierung von Geld zu schaffen so die FIU. Hier sind vor allem die hohe Umlaufgeschwindigkeit, die Partnerunternehmen und die vielen Marken zu beachten. Auch der hohe Einsatz von Bargeld und Schwelle für die Identifizierung von 2.000 Euro erhöhen die Aktivitäten der Kriminellen.

Mittlerweile liegt auch ein Bericht vor, dass es bei den Krypto-Währungen wie zum Beispiel Bitcom zu einem Anstieg gekommen ist. Dieser ist nicht so hoch aber der Trend zeichnet sich ab. Im Jahr 2019 lag die Zahl der Fälle die verdächtig sind bei 760. Zu einem Risiko wird dabei die Weitergabe von Gedern auf Handelsplattformen. Mit Krypto-Währungen wird mittlerweile auch im Bereich des Online Glücksspiels experimentiert.

Der FIU Leiter ist sehr zufrieden

Der Leiter der FIU Christof Schulte ist sehr begeistert von den neuesten Entwicklungen und begrüßt diese sehr. Es zeigt sich klar die Erhöhung des Industriestandards zeigt volle Wirkung. Aber dennoch werde man grundsätzlich nur die wirklichen und wertvollen Verdachtsfälle an die zuständige Strafverfolgungsbehörde leiten. Und so können diese auch ihre Ressourcen ausschöpfen und effizient arbeiten. Es ist sehr wichtig gut zusammenzuarbeiten unter allen Beteiligten, denn nur so können auch gute Ergebnisse erzielt werden.

“Die Tendenz der kontinuierlich steigenden Zahl der an die FIU übermittelten Verdachtsmeldungen zeigt, dass die umfangreichen Sensibilisierungs- und Koordinierungsmaßnahmen der FIU wirken. Die Aufmerksamkeit der Verpflichteten zur Identifizierung auffälliger Sachverhalte im Zusammenhang mit möglicher Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wächst spürbar an. Dabei kommt dem risikobasierten Ansatz und der damit einhergehenden gesetzlichen Filterfunktion der FIU eine besondere Bedeutung zu.”– Christof Schulte, Leiter, FIU, Pressemitteilung

Auch die Wett Branche im Kampf gegen Manipulation

Von der Glücksspielbranche wird das Thema sehr wichtig genommen. Die Branche hat den kriminellen Machenschaften den Kampf angesagt und fest entschlossen alles zu tun was möglich ist. Im Mittelpunkt steht vor allem der der Kampf gegen die Wettmanipulation und auch die Korruption muss eingedämmt werden und zwar alles was im Zusammenhang mit der Geldwäscherei stehen kann. In Bezug auf dieses Thema hat gab es erst kürzlich von der MGA neue Wettregeln die veröffentlicht wurden.

Ein Bericht der kürzlich von der Europol erschienen ist hat das Thema aufs Neue angeheizt. Darin warnte die europäische Polizei vor sogenannten Spielabsprachen und forderte gleichzeitig eine viel engmaschigere Zusammenarbeit und das auf dem privaten sowie auf dem öffentlichen Sektor. Auf Rund 120 Millionen Euro belaufen sich die Einnahmen pro Jahr die auf kriminelle Aktivitäten zurückzuführen sind, so Europol. Das Risiko der Manipulation ist vor allem bei den unteren Spielklassen sehr hoch.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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