Frankreich bekommt Klagen gegen die EA

Electronic Arts (EA) ist ein Videospieleentwickler und gleichzeitig Puplisher. Er bekommt gerade mächtig Ärger, denn zwei Klagen laufen gerade gegen ihn. Rechtsanwälte wollen mit den Klagen bewirken, den FIFA Spielmodus klassifizieren zu lassen. Das alles könnte sehr schnell dazu führen, dass wieder neuer Wind in Debatte der Lootbox-Elemente kommt. Welche Entwicklungen sind denn nun zu erwarten?

Frankreich bekommt Klagen gegen die EA Element 01 - CasinoTopIst ein Wettspiel involviert?

Was die Lootbox-Elemente betrifft, so ist es in letzter Zeit relativ still geworden. Was sich jetzt aber wieder ändern könnte, denn die Videospiele kommen sicher wieder in die Schlagzeilen. L´Equipe, eine bekannte französische Sportzeitung berichtet, dass in Frankreich eine Doppelklage gegen die EA eingereicht wurde. Bei EA handelt es sich um einen amerikanischen Spielehersteller. Bei den beiden Anklageführern handelt es sich um zwei Anwälte aus Paris, Karim Mordan-lathouzi und Victor Zagury. Die beiden haben es sich zur Aufgabe gemacht, damit auf die Gefahr des FIFA Spiel, Ultimate Team aufmerksam zu machen.

Die beiden sind der Meinung, dass der Spielmodus nichts anderes als es Glücksspiel und so auch zu klassifizieren ist. Was einen klaren Grund hat, denn wer spielt, der muss Geld dafür ausgeben. Denn erst dann kommt der Spieler an die Kartenpakete, aber keiner weiß dann, welche Spieler er dann dafür bekommt. So ist nicht gewiss, welches Team, so als Mannschaft zusammengestellt werden kann. Viele Menschen haben dabei dann wohl schon monatlich viel Geld ausgegeben. Die Anwälte gaben dazu ein Statement:

“Die Entwickler dieses Spielmodus haben ein illusionäres und vor allem süchtig machendes System kreiert. Je mehr du bezahlst, desto höher ist die Chance, die großen Spieler zu erhalten. Wir glauben, dass ein Glücksspiel in dieses Spiel integriert wurde, denn die Pakete zu kaufen, ist nichts anderes als eine Wette.”

Die Eltern können es nicht kontrollieren

Die Anklageführer sind der Meinung, dass es nicht mehr kontrollierbar ist. Somit kann der Einzug des Glücksspiels, in den eigenen vier Wänden und auch in Kinderzimmern nicht mehr gestoppt werden. Und gerade bei Kindern, können es die Eltern dann nicht mehr kontrollieren, was passiert und das darf so nicht praktiziert werden. Der Betreiber aber bereichert sich an der Unkontrollierbarkeit, jährlich im Hunderttausende von Euros. Zagury sagte dazu:

“Heutzutage kann ein elf oder zwölf Jahre alter Teenager ohne jegliche Restriktion FIFA Ultimate Team spielen und Geld ausgeben, weil es kein Kontrollsystem für Eltern in diesem Modus gibt.”

Die beiden Anwälte aber haben noch viel mehr im Sinn, denn sie möchte erreichen, dass es zu einer Erklärung kommt, wie sich die Pakte zusammensetzen. Es soll für jeden ersichtlich sein, nach welchen Kriterien diese vergeben werden. Leider kann es bisher vonseiten der EA zu keiner Stellungnahme. Zuletzt war es so, dass sich der Spielemacher gegen das Verbot im Belgien stark gewehrt hat, das geschah ohne Erfolg. In Belgien wurde schon im Herbst 2018 ein Verfahren geben EA eingeleitet.

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Kritik von Fifa Spielern

Damit die Anklage auch ernst genommen und noch mehr erfolgversprechend wird, werden Klienten der Anwälte mit ins Boot genommen. Sie sollen ebenfalls Aussagen gegen die EA. Ein 32-Jähriger sagte gegenüber der L´Equipe, er selbst hat sehr viel Geld ausgegeben, aber niemals einen guten Spieler bekommen. Sein bester Spieler ist der Grieche Kostas Manolas, der beim SSC Neapel in der Abwehr spielt. Der 32-Jährige betone, diesen Spieler noch nicht einmal zu kennen, die Enttäuschung ist groß, denn er hat sehr viel Geld dafür hingelegt. Er sagte weiterhin, dass es sogar seine Miete nicht mehr ordentlich bezahlen konnte, weil er zu viel in Spiel investiert habe. Andere haben gut und gerne bis zu 3.000 Euro bezahlt. Er sagte wörtlich dazu:

“Wann immer ich ein Paket kaufte, sagte ich mir selbst, dass dies das letzte Mal ist, aber ich machte es immer wieder. Du wirst so frustriert, wenn du nicht genug gute Spieler bekommst, sodass du immer und immer wieder etwas kaufst.”

Und das ist auch der Grund, weshalb man dringend auf die anstehenden Risiken aufmerksam machen muss. Das Spiel von Ultimate Team, führt sehr schnell in eine Abhängigkeit, aus der man sehr schlecht wieder den Weg herausfindet. Ob es den beiden Rechtsanwälten gelingen wird, als Sieger aus diesem gerichtlichen Verfahren herauszugehen, ist abzuwarten. Aber die Möglichkeiten sind groß, denn in Belgien und den Niederlanden, sind die Spiele verboten.

In den beiden Ländern schaut es so aus, dass EA die Spiele nun an die Gesetze anpassen musste, was ein Erfolg ist. Sollte die nun anstehende Klage ebenfalls erfolgreich sein, müsste auch hier grundsätzlich geändert werden. Der Spielehersteller ist das nun schon gewöhnt und sicher auch nichts neues mehr, dass er sich gegen Klagen wehren muss. In Belgien kennt man diese Verfahren schon, denn gegen das Spiel NBA 2K20 waren es die Karten MyTeam, die gewaltig ins Kreuzfeuer gerieten.

Frankreich bekommt Klagen gegen die EA Element 02 - CasinoTopNeuauflage der Lootbox-Diskussion

Was sind Lootboxen? Dabei handelt es sich bei Videospielen um Schätze. Im beschriebenen Fall sind das die Spielerpakete. Sie haben immer bestimmte Eigenschaften, Ausrüstung, Trikots, Bälle also immer was Besonderes. Dabei kann es sich auch um sehr erlesene Gegenstände handeln. Diese können gegen Geld erworben werden und somit gibt es den Schlüssel, der die Truhe öffnet. Bei diesen Aktionen handelt es sich um Mikrotransaktionen. Was der Spieler dafür jedoch bekommen wird, ist vollkommen unklar.

Kritiker jedoch werfen den Betreibern vor, sie würden das Glücksspiel mit diesen Lootboxen fördern. Das Thema war schon im Jahre 2017 aktuell und Thema für Debatten. Damals handelte es sich um das Spiel Star WarsBattlefront2. Ein Verantwortlicher aus dem Hawaiianischen Repräsentantenhaus, Chris Lee nannte das ein „Star Wars-Online Casino für Kinder“ Was natürlich dazu führte, dass das Spiel in die Kritik geraten ist. Dazu gehören auch Spiele wie: FIFA, Counter Strike, PUBG oder Overwatch. Daher wurde alle Lootbox-Elemente infrage gestellt.

In England, Niederlande, Frankreich und in Deutschland, sind daher bezüglich verboten Diskussionen aufgekommen. Die Belgier gingen einen Schritt weiter und es wurde sogar eine Strafverfolgung anvisiert. Noch immer aber wird darüber diskutiert, ob es sich denn nun bei diesen umstrittenen Boxen um Glücksspiele handelt. Leider sind sich die Länder untereinander noch immer nicht einig.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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