In Las Vegas gibt es für Amok Opfer Millionen als Entschädigung

Ganze drei Jahre ist es nun her, dass es zum Massaker in Las Vegas gekommen war. 58 Menschen musste bei dieser Tragödie ihr Leben lassen. Die Opfer sollen millionenschwere Entschädigungen erhalten. Diese Entscheidung wurde gerade vom zuständigen Bezirksgericht veröffentlicht. Der Casino Riese MGM Resorts wird einen Teil davon übernehmen. Im Vorfeld ist MGM bereits mit einer Sammelklage konfrontiert worden. Der Vorwurf gegen das Unternehmen lautete wie folgt: MGM hätte keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen, so dass der Amokläufer ohne Probleme seine Munition und Waffen im Mandalay Bay horten konnte.

Der 800 Millionen Dollar Betrag wird aufgeteilt

In dem Rechtsstreit der sich drei Jahre lang gezogen hat, ist darüber entschieden worden wer denn nun die Opfer entschädigen muss die es 2017 beim Amoklauf von Mandalay Bay zu beklagen gab. In Clark County, Nevada hat das Bezirksgericht entschieden Angehörigen und Überlebenden eine Entschädigung von 800 Millionen Dollar umgerechnet etwa 680 Millionen Euro zu bezahlen. 49 Millionen amerikanische Dollar davon trägt der Hotel- und Casino Gigant MGM Resorts International. Die Versicherung des Konzerns wird dabei den Restbetrag voll übernehmen.

Linda Bell die leitende Richterin hat in ihrem Plädoyer davon gesprochen, es kam zu einer fast einstimmigen Beteiligung der potenziellen Antragsteller. Das Mandalay Bay Resort and Casino gehört MGM und ist der Ort an dem es zu dem Amoklauf gekommen war. Gegen den Konzern kam es zu einer Sammelklage bei der das Unternehmen von über 4.000 Personen der Nachlässigkeit bezichtigt wird. Für die Räumlichkeiten und Täter soll es keine ausreichende Prüfung gegeben haben.

Zwischen Konzern und Klägern bezüglich einer Entschädigung kam es 2019 bereits zu einer Vereinbarung. Aber wirksam wurde diese erst durch die Rechtsprechung des Gerichts. Nun kommt es zu einer Aufteilung des 800 Millionen Dollar Betrages unter allen Klägern. Die Bewilligung wurde genau am dritten Jahrestag des Amoklaufes erteilt. Der Konzern hat dem Gericht dafür gedankt.

Der 64-Jähringe Stephan Paddock hat am 01. Oktober 2017 über 10 Minuten lang aus 23 Sturmgewehren auf etwa 22.000 Gäste eines Country-Festivals aus einer Hotelsuite des Mandalay Bay aus dem 32. Stock gefeuert. Am Anschluss an die Tat hat der Schütze Selbstmord begangen. 851 Schwerverletzte und 58 Tote war die Bilanz dieser Schreckenstat. Weitere tausend Menschen wurde dabei traumatisiert. Dieser Wahnsinnsamoklauf gilt als der Schlimmste der jüngeren Geschichte der USA. Die Fragen was den Täter zu dem Motiv veranlasst hat ist bis heute noch ungeklärt.

Am Anfang hat MGM eine Gegenklage eingereicht

Im Januar hat das Unternehmen MGM erklärt sie wollen an Blackstone das Mandalay Bay verkaufen. Und hat dann im Juli 2018 eine Gegenklage gegen die Opfer eingereicht und genau das hat auf der ganzen Welt für extreme Empörung gesorgt. Der juristische Schlag gegen die Betroffenen mit einer Sammelklage durch den Glücksspiel Riesen richtete sich gegen über 1.000 Beklagte. Die Ansprüche auf Schadensersatz sollte damit im Keim erstickt werden. MGM hat alles Verantwortung von sich gewiesen.

Dabei hat sich der Konzern MGM auf einen Anti-Terrorparagraphen bezogen der im Jahr 2002 in Washington D.C. erlassen wurde. Dabei handelt es sich um den Saftey Act und dieser soll alle Sicherheitsfirmen von Schadenersatzansprüchen schützen welche Anti-Terrorismus-Technologien einsetzen und vom US-Heimatschutz lizenziert sind. Denn genau so eine Firma die CSC-USA war auf dem Festival für die MGM tätig. Debra DeShong die ehemalige Pressesprecherin hat das so argumentiert.

Zudem ist das Gelände durch den staatlichen Homeland Security Sicherheitsdienst überprüft worden und als sicher eingestuft. Daher sind die Besucher nicht alleine durch die Schüsse des Täters zu Opfern geworden, sondern eben auch deshalb, denn sie sind nicht schnell genug aus der Schusslinie geflohen. Das Fazit des Konzerns lautete im Anbetracht des dramatischen Ausmaßes ist dieser Tat ohnehin als ein Terrorakt einzustufen.

Schaut man sich die Faktoren an dann schaut es so aus, die MGM darf nicht für Verletzungen, sonstige Schäden oder gar für die Todesopfer verantwortlich gemacht werden. Daher sind alle Klagen gegen MGM entsprechend abzuweisen. Aber es kam zu weltweiter Kritik von der Öffentlichkeit und den Medien und der Druck wurde immer höher. Erst dann hat MGM von der Gegenklage gegen die Opfer abgesehen und hat in die Schadensersatzforderungen eingelenkt. Aber schaut man sich die Vereinbarung an so MGM kommt das auch keinem Schuldeingeständnis gleich.

Gedenken an die Opfer der Tragödie in Las Vegas

Durch die Klage von MGM macht man die Überlebenden der Tragödie um ein weiteres zum Opfer. So lautet ganz klar das Statement von Opfervereinigung VCRC (Vegas Strong Resiliency Centre) von 2018. Der Jahrestag des schrecklichen Terroranschlags jährt sich nun zum dritten Mal. Die Vereinigung war maßgeblich an der Gedenkveranstaltung beteiligt und auch federführend. Verschiedene Veranstaltungen und Events erinnerten an das komplette Ausmaß des hinterhältigen Massakers. Des Weiteren kam es dazu Signale für ein friedvolles Miteinander zu setzen.

Um 07:00 Uhr am Morgen direkt bei Sonnenaufgang hat der Gedenktag begonnen die örtliche Polizei und die Feuerwehr waren an der Zeremonie beteiligt. Erklärt wurde dabei noch heute würden sehr viele der Betroffenen und der Opfer und posttraumatischen Störungen leiden. Viele sind wegen hoher Suizidgefahr in Behandlung, auch sehr viele der Betroffenen sind durch die Auswirkungen des Anschlages arbeitslos geworden.

Die Veranstaltungen haben per Live-Stream oder auch Online stattgefunden. Carolyn Goodman die Bürgermeisterin verlas zum Schluss hin alle Namen der Opfer der Gewalttat. Am Wochenende dann wurde den Opfern ein weiteres Mal Tribut gezollt durch eine organisierte Biker-Demo. Eine Gedenkskulptur von David Fay einem bekannten Bildhauer wurde in Las Vegas Downtown ebenfalls enthüllt. Diese wurde anonym über indecline dem Künstlerkollektiv beauftragt.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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