In NRW gab es eine Reihe von Glücksspiel-Razzien

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen ist die Polizei mit einem riesigen Aufgebot in zehn Städten gegen die Clan Kriminalität vorgegangen. Zu Razzien kam es vor allem in Wettbüros, illegalen Spielhallen und Shisha-Bars. Es wurden manipulierte Spielautomaten sichergestellt und beschlagnahmt zudem geht es hier um Geldwäsche und Schutzgelderpressung. In Zukunft soll viel härter gegen solche kriminellen Machenschaften vorgegangen werden, so die Aussage von Herbert Reul (CDU) Innenminister in Nordrhein-Westfalen.

Im Zentrum der Ermittlungen ist Essen

In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei eine großangelegte Razzia gegen Familienclans die Arabischstämmig sind durchgeführt. Diese finanzieren sich zu einem großen Teil durch Steuerhinterziehung, Schutzgelderpressung, illegalen Spielhallen und manipulierten Spielautomaten. In Essen-Kray war der Start der Razzia. Da wurden Wettbüros, Shisha-Bars und Lokale durchsucht. Zusätzlich stand im Fokus der Ermittler ein Spieltreff der als Teestube getarnt wurde. Dieser Stand an der Ecke Heinrich-Sense-Weg/Tempelhof.

300 Polizisten waren es alleine die bei den Durchsuchungen an den Lokalitäten in Essen mitgewirkt haben. Neun Spielautomaten die manipuliert waren wurden an fünf Lokalitäten gefunden.
Sicherheitsmängel wurden an weiteren 21 Geräten festgestellt. Zusätzlich wurde ein Billardsalon der an einem Hintereingang versteckt war gefunden. Da standen ein Pokertisch und drei illegale Spielautomaten.

Das Hauptzentrum der illegalen Machenschaften liegt in der Ruhrgebietsmetropole, so die Aussage des Polizeichefs in Essen. Die Aktivitäten des Clans wurden durch eine Sondereinheit der Polizei schon seit längerer Zeit beobachtet. In der Zwischenzeit ist Zoll- und Steuerbehörde in die Ermittlungen involviert. Ebenso auch die Glücksspiel Experten der zuständigen Bezirksregierung. Verstöße in Spielhallen und Gaststätten konnten regelmäßig registriert werden. Und das vor allem im Bezug auf Sicherheitsvorschriften.

Die Clans beziehen zu einem großen Teil das Geld über manipulierte Spielautomaten. Essen ist dabei einem sehr wichtigen Standbein. Gerade die Automaten dienen den Clans sozusagen als Gelddruckmaschine. Viele Inhaber von Gaststätten sollen zudem von den Familien stark unter Druck gesetzt worden sein, damit diese Spielautomaten installieren würden. Der Vorwurf der Erpressung, Geldwäsche und Steuerhinterziehung geht damit auch einher.

Im ganzen Ruhrgebiet fanden Razzien statt

In der Gesamtzahl waren es über 1.000 Polizisten die im Einsatz waren. Zu weiteren Untersuchungen ist es in Herne Kreis Mettmann, Dortmund, Wuppertal, Duisburg, Mülheim und in Gelsenkirchen gekommen. In allen Einsatzorten hat die Polizei manipulierte Geräte finden können, diese wurde alle beschlagnahmt. Zudem ist eine getarnte Spielhalle in einer angeblichen Teestube in Duisburg entdeckt worden.

In dieser Lokalität sind insgesamt 16 Spielautomaten gefunden und beschlagnahmt worden die nicht registriert gewesen sind. Alles in allem war das eine erfolgreiche Aktion der Polizei in Nordrhein-Westfalen. Die Razzia war erfolgreich und erschreckend zugleich. Insgesamt wurden 19 Spielautomaten konfisziert. 34.000 Euro Bargeld und drei Kilogramm an illegalen Tabak wurden ebenfalls beschlagnahmt. Es kam zu 11 Schließungen von Lokalen die sich nicht an Vorschriften gehalten haben.

In Bochum wurden 20 Kilo an Shisha Tabak sichergestellt der nicht verzollt war. Zusätzlich ist es zu 50 Überprüfungen von Personen gekommen. Ob es anschließend auch Festnahmen gegeben hat wurde bisher nicht bekannt. Aber eine erschreckende Zahl ist gewiss, denn seit dem Jahr 2019 wurde insgesamt über eine Tonne Tabak für Shishas sichergestellt der illegal ist.

Die Politik lobte diese Aktion

Politiker aus dem lokalen Umfeld zeigten sich sehr erfreut über die Aktion der Polizei und gratulieren dieser. Der Oberbürgermeister von Essen (CDU) Thomas Kufen hat verlauten lassen die Taktik der Polizei war hervorragend und sehr lobenswert. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und den weiteren Behörden war absolut beispielhaft. Damit wurde auch klar der Standpunkt gezeigt, es wird nicht weggeschaut was Familien Kriminalität betrifft. Auch illegales Glücksspiel wird nicht toleriert, sondern es wird entschieden dagegen vorgegangen.

Für eine Null-Toleranz Strategie hat sich auch der CDU-Politiker Herbert Reul der Innenminister aus Nordrhein-Westfalen ausgesprochen und gleichzeitig befürwortet er die Aktion der Polizei. Es darf keinen rechtsfreien Raum für die kriminellen Clans geben. Auch diese müssen sich an die Gesetze des Staates halten und nicht an die der Clans. Aber leider ist es nicht ganz so einfach die Entwicklung die in 30 Jahren falsch gelaufen ist so auf die Schnelle zu bereinigen. Wichtig ist es jetzt eben entsprechendes Durchhaltevermögen zu haben und die Sache zu Ende zu führen.
Im Mai 2019 wurde durch das Landeskriminalamt (LKA) zu der Clan Kriminalität ein Lagebericht in NRW anschaulich gemacht und vorgestellt. Mindestens 104 Clanfamilien würden, dem Bericht nach, im Bundesland aktiv sein. Über 14.000 Straftaten sollen in den Jahren von 2016 bis 2018 von insgesamt 6.500 verdächtigen Mitgliedern von Clanfamilien begangen worden sein. Somit kann sich NRW in den Hotspot der kriminellen Clans von Bremen, Niedersachsen, Ostdeutschland und Berlin einreihen.

Auch in Österreich kam es zu Glücksspiel-Razzien

Großangelegte Glücksspiel-Razzien sorgten auch kürzlich in Österreich für Schlagzeilen. Auch im Deutschen Nachbarland stehen die Behörden vor einer Riesen Herausforderung durch die Glücksspielmafia. Bei der Aktion wurden auch immerhin 38 Spielautomaten sichergestellt die ebenfalls illegal waren. Auch kam es zu der Beschlagnahmung von zwei Pokertischen. Durch diese Aktion kam es auch zur Schließung von verschiedenen illegal betriebener Glücksspiele Betriebe.

Leider sieht es in Österreich so aus, dass es weitaus aussichtsloser ist, im Kampf gegen die kriminellen Machenschaften. Spielgeräte werden teilweise in der Nacht ausgetauscht und ersetzt. Zu Erschwerungen der Ermittlungen und Beschlagnahmungen kommt es auch dadurch, dass Geräte mit Gewindestangen im Boden festgemacht werden oder auch einbetoniert sind. Zusätzlich wurde auch schon berichtet von den Einsatzkräften die Geräte seine mit Reizgas präpariert so werden die Einsätze oft behindert. Es wurde auch berichtet, sogar Türen sind unter Strom gesetzt worden, als sich die Polizei näherte.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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