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Neue Regelungen in Spanien

In Spanien plant die Koalitionsregierung oder PSOE-Podemos eine komplette Reform des Glücksspiels. Vor allem solle es in den Plänen um härtere Richtlinien bezüglich der Werbung gehen. Dem steht die EGBA mit kritischem Blick gegenüber. Mit was ist nun zu rechnen?

Neue Regelungen in Spanien Element 01 - CasinoTopVerbot von Sponsoring?

Die Regierung in Spanien besteht unter einer Koalitionsregierung (PSOE und Unidos Podemos). Diese zusammen haben Veränderungen im Glücksspiel für 2020 angekündigt. Ein Korpus mit überarbeiteten Richtlinien wurde dabei vorgelegt. Glücksspiel bezogene Schäden sollen dabei dringend verhindert werden. Sechs Maßnahmen sollen dabei helfen, um Abhilfe zu schaffen.

Der Glücksspielbereich soll dabei dem Verbraucherschutzministerium zugeordnet werden. Seit 2017 ist Juan Espinosa der Direktor der Glücksspielbehörde und das soll er auch weiterhin bleiben. Seine Pläne, die er bereits 2018 angekündigt hat, sollen demnach umgesetzt werden. Zu den Punkten gehören definitiv die Einschränkung der Werbung im Glücksspiel. Das soll in der Umsetzung so wie in der Tabakwerbung laufen. Bei den Neuerungen wird diese in allen landesbasierenden Sektoren gelten, auch im Onlinebereich. Schon 2005 kam es in Spanien zu einer Wende, denn hier sind Sponsoringgeschäfte im Zusammenhang mit Werbung von Tabak verboten. Gleichzeitig kam es zu Einschränkungen bei Werbemaßnahmen für TV, Radio und Druck.

Damit die Maßnahmen nicht so streng werden, sind die Onlineanbieter im Dezember sozusagen einen Deal eingegangen. Sie haben freiwillig einer Verpflichtung der Einhaltung der Regeln für Werbung zugestimmt.

Mehr Sicherheit durch Kontrollen?

Durch diese Maßnahmen können Spieler auf die Risiken sensibilisiert werden. Was wiederum zu einem gesunden Verhältnis zum Spiel und Risiko führen wird. Problematische Situationen werden damit erkannt und eingedämmt werden. Selbstverständlich erhofft sich der Staat somit auch mehr Sicherheit und Kontrolle. Schäden werden auf jeden Fall auf ein Minimum reduziert. Die Regierung verspricht sich eine enge Zusammenarbeit mit den Regionen. Es gilt zu verhindern, dass Glücksspieleinrichtungen vor 22:00 Uhr öffnen. Zudem wird darüber nachgedacht, einen bestimmten Abstand zwischen Schulen und Spielstätten einzuhalten.

Jede Spielhalle wird verpflichtet, Warnschilder im Eingangsbereich aufzuhängen, die auf die Gefahren des Glücksspiels hinweisen. Ähnliche Situationen gibt es gerade auf Mallorca, auch hier werden bestimmte Maßnahmen bereits vollzogen. Spielhallen geraten immer mehr in Kritik und der Handlungsbedarf ist gegeben. Palma de Mallorca besitzt immerhin 59 Casinos, was der Rekord in Spanien bedeutet. In Spanien wird sehr viel gespielt. Was man auch daran erkennen kann das die Anzahl an Wetten 2019 um sagenhafte 5% gestiegen ist. Die Zahl der Spieler dagegen allerdings nur um 2%. Die Regierung in Spanien geht davon aus, dass die Spieler somit ihre Spielaktivitäten extrem steigern. Im dritten Quartal wurde eine Steigerung der Gaming brutto Einnahmen um ganze 5,4% festgestellt, was ein deutliches Zeichen ist.

 

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Keine Kreditkarten und Sozialabgabe

Die spanische Regierung sieht vor, weitere Sozialabgaben für das Glücksspiel zu erheben. Was dazu beitragen kann, dass sich problematische Glücksspiele reduzieren. Das Geld wird in die Prävention und Sensibilisierung fließen. So ein Sprecher der Politik. Auch die Industrie bekommt ihren Teil, denn sie wird demnach mehr in die Entwicklung des Marktes einbezogen. Ob es soweit kommt, ist mit Spannung abzuwarten. Ebenso mit Spannung zu erwarten ist der Vorschlag der Verbraucherorganisation, dass ein Verbot für Kreditkarten auszusprechen ist. Dieser Antrag wurde im Übrigen gestellt, nachdem England das Verbot ausgesprochen hat.

Neue Regelungen in Spanien Element 02 - CasinoTopBedacht auf Mäßigung der EGBA

Der Branchenverband, hat zur Mäßigung aufgerufen, damit die Forderungen nicht zu sehr übertrieben werden. Daher wurde die spanische Regierung um etwas Nachsicht gebeten. Der EGBA sieht diese neuen Regelungen eher skeptisch wie positiv. Sicher ist es wichtig, über Maßnahmen nachzudenken, die den Verbraucher stärken, aber nicht um jeden Preis. Die Strenge der Werbebeschränkungen ist zu überdenken, denn ansonsten kann es sein, dass Spiele zu Anbietern wechseln werden, die eben keine Lizenzen besitzen. So hieß es:

“In der Vergangenheit haben wir auf vielen Märkten gutgemeinte Verbraucherschutzmaßnahmen erlebt, die tatsächlich kontraproduktiv wirkten, weil sie Online Spieler auf unregulierte Offshore-Webseiten zogen. Dies setzte sie gefährlichen Praktiken und einem Mangel an Rechtsmitteln aus, ihre Verbraucherrechte wurden mit Füßen getreten.”

Die Regierung Spaniens ist daher von Seiten der EGBA aufgefordert, auch das Risiko als ernsthaft zu sehen. Leider kann es passieren, dass viele Akteure nicht mehr bei regulären Anbietern spielen. Und das ist im Fall der fehlenden Werbung tatsächlich zu befürchten. Die Werbung ist durchaus wichtig, denn sie führt die Spieler auf Seiten regulärer und lizenzierter Anbieter. Auf diese Argumentation fehlt bisher immer noch die Antwort der Regierung.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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