Rückzug von Sand aus Japan

Die milliardenschwere Casino Pläne des US-Glücksspiel Riesen wurden nun gecancelt, diese waren in Las Vegas von Sands geplant. Glaubt man dem Bloomberg Nachrichtendienst so sind verschiedene Hürden in den Regularien der Grund, dass es zu diesem Schritt kommen musste. Ein Hauptgrund dabei sind die sehr kurzen Laufzeiten der Lizenzen. Ist das nun sozusagen das Scheitern des japanischen Glücksspiels?

Konzession für 10 Jahre

Las Vegas Sands der Casino Riese gibt sein Japan Casino-Projekt auf was 10 Milliarden Dollar schwer gewesen ist. Daran hängen Planungen die sich über Jahrzehnte gezogen haben und genau diese werden nun aufgegeben. Der Milliardär Sheldon Adelson hat das Unternehmen gegründet und versucht schon seit dem Jahr 2005 Richtung Japan zu expandieren. Das Land Japan gilt als das Land welches die potentialsten und lukrativsten Glücksspiel Märkte auf der ganzen Welt vorzuweisen hat.

Der US-Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, es kommt zu Einwänden von Seiten des Sands-Managements. Denn mit den Bestimmungen der japanischen Glücksspiel Gesetzgebung ist man nicht einverstanden. Das größte Problem ist wohl, dass die Casino Lizenz gerade mal für 10 Jahre Gültigkeit besitzt. Und das alles bei einer Bauphase von immerhin 5 Jahren. Schaut man sich die enorme Investition an, dann kann man sich schon die Frage stellen, ob das Unternehmen Sands ideal profitieren kann.

Hinzu kommt noch, dass lokale und nationale Beamte der Regierung die Bedingungen der Lizenz in dem Zeitraum entsprechend ändern können. Und das kann wieder dazu führen, dass der Gewinn sich reduzieren wird. In einem Kontext des Unternehmens wird eindeutig darauf hingewiesen, dass Standorte der Glücksspiel Gruppe in Singapur und in Macau Lizenzen haben, die eine Laufzeit von 20 Jahren bis 30 Jahre besitzen. Adelson der Geschäftsführer erkläre dazu:

“Wir sind dankbar für all die Freundschaften, die wir geschlossen haben und für die starken Beziehungen, die wir in Japan haben. Aber es ist an der Zeit, dass unser Unternehmen seine Energie auf andere Möglichkeiten konzentriert.”

Rückzug von Sand aus Japan - CasinoTopFür Shinzo Abe ein herber Rückschlag

Für Shinzo Abe den Premierminister ist der Rückzug der Sands Gruppe ein derber Rückschlag. Von ihm wurde sozusagen der Liberalisierungsprozess im weiten Stücken vorangetrieben. Für den Casino Resorts wurden im 2019 durch eine Gesetzesnovelle die Weichen gestellt. Das Ziel war es eigentlich durch den damit verbundenen Tourismus die Wirtschaft in Japan wieder etwas voranzutreiben. Jetzt gesellt sich auch noch das Corona-Virus hinzu und dieses führt zu einem kompletten Einbruch des Reiseverkehrs. Und das war leider ebenfalls alles andere als förderlich.

Auch maßgebliche Casino Lieferanten dürften sehr enttäuscht sein über die Entscheidung von Sands und die Absage. Ein Zufall ist es sicherlich nicht, dass Sands ausgerechnet jetzt zu Zeiten der Pandemie diese Entscheidung gefällt hat. So hat es auf jeden Fall der CLSA Analyst Jay Defibaught erklärt. Der Fachmann ist der Ansicht und hat auf die Schließungen bedingt durch die Pandemie verwiesen. Darunter fallen Resorts wie Macau und Las Vegas. An diesen Standorten hat die Covid-19 Pandemie alle Casinos lahmgelegt.

David Katz der Jefferies Analyst hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet. Er ist der Ansicht die Entscheidung von Sands ist auf jeden Fall verständlich dennoch ist sie sehr überraschend gekommen. Der Eindruck, dass die Kosten-Rendite-Dynamik nicht greifend überzeugen wird ist da. Und wie die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie sein werden ist absolut nicht absehbar.

Yoshihide Suga der Kabinettschef von Japan hat es am 13.05.20 in einer Pressekonferenz abgelehnt die Entscheidung von Sands zu kommentieren. Stattdessen hat er erklärt, dass es ohne Änderungen im Zeitplan zu der Etablierung des Casinos Resorts kommen wird. Die Aktien von Sands fallen im vorbörslichen Handel um 0,5 Prozent ab. Zu Fall um ganze 33 Prozent war es bereits schon im Vorfeld gekommen.

Auch Caesars erteilt eine Absage

Mittlerweile ist das Interesse an den japanischen Casinos stark nach. Japan hat eine sehr dichte Bevölkerung. Immerhin gibt es etwa 126 Millionen Einwohner und so wurde das Land als Chance für die Glücksspielbranche gesehen. Die Einwohner von Japan sind sehr große Fans von dem Spielautomaten ähnlichen Spiel Pachinko. Dieses hat sich zu einem sehr lukrativen Milliardengeschäft entwickelt. Aber Casinos im Stil wie sie zum Beispiel in Las Vegas existieren gibt es bisher nicht.

Die japanische Regierung ist davon ausgegangen, dass in etwa pro Jahr 20 Milliarden Dollar Umsatz generiert werden könnten. Also sollte es zu einer Eröffnung kommen. Und genau das würde Japan nach Macau zum zweitgrößten Glücksspiel Paradies in Asien machen. Aber es komme immer mehr Zweifel bei den großen Betreibern der Branche auf. Bereits im August hat sich der Glücksspiel Riese Caesars Entertainment zurückgezogen. Er hätte kein Interesse mehr daran eine Lizenz am japanischen Glücksspielmarkt zu bekommen.

Der Marktriese der in Las Vegas seinen Sitz hat erklärt er will sich in Zukunft mehr auf den Glücksspielmarkt in Amerika konzentrieren. Aktuell würde man sich auf die Fusion mit Eldorado Resorts konzentrieren und möchte diese auch so schnell wie möglich zum Abschluss bringen. Gleichzeitig hat der Hauptkonkurrent MGM Resorts zum Lizenz Gewinner avanciert in der Osaka Metropole. Und das schon kurz danach als der die Galaxy Entertainment Group und der Tourismus Gigant Genting ihren Ausstieg bekannt gegeben haben.

In Japan sind Casinos unbeliebt

Bloomberg macht die Aussage, dass Casinos in Japan unter der Bevölkerung noch immer sehr unbeliebt sind. Der Größte Teil der Einwohner hat sich gegen die Eröffnung von Casinos im Land ausgesprochen. Und das dürfte ganz sicher die Entscheidung der Glücksspielunternehmen beeinflusst haben. Gerade in Yokohama dem geplanten Standort von Sand haben die Organisatoren heftige Widerstand erleben können.

Zudem kam es durch die Verhaftung eines Gesetzgebers der Regierungspartei, welche im Dezember war zu einer Schädigung des Ansehens. Tsukasa Akimoto ein Politiker der Liberal Demokratischen Partei wurde vorgeworfen von japanischen Glücksspielbetreibern Bestechungsgelder genommen zu haben. Die Unternehmen wollten in die japanischen Glücksspielbranche investieren. Von Seiten des Politikers wurden die Vorwürfe zurückgeworfen und abgestritten. Es handelt sich um die erste Verhaftung seit einem Jahrzehnt eines amtierenden Gesetzgebers.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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