Sammelklage gegen Apple wegen Lootboxen

Der in Silicon Valley, USA sitzende Technologiekonzern Apple wird sich einer Sammelklage von Eltern nicht mehr widersetzen können und muss sich wohl auf die Konfrontation einlassen. Die Klage soll sich bezüglich der Lootbox-Spielen Verbreitung gegen den iPhone Hersteller wenden. Schon seit vielen Jahren wird immer wieder darüber diskutiert ob es sich bei den Schatztruhen die zufallsbasiert sind um Elemente des Glücksspiels handeln und diese damit Kinder und Jugendliche gefährden. Mit der nun anfallenden Klage gibt es wieder jede Menge Grund zu neuen Debatten.

Spielvorteile sichern durch kleine Geldbeträge

Nur kurze Zeit nach der Klage in Frankreich gegen EA, ist nun in den USA Kalifornien die nächste Sammelklage im Gange. Diesmal gegen die Lootbox-Spiele von Apple dem Tech-Giganten. Es sind verschiedene Eltern die diese Klage einreichen. Denn die sind der Ansicht, die ohnehin umstrittenen Lootbox-Elemente können durchaus die Spielsucht von Kindern und Jugendlichen fördern. Apple wird auf jeden Fall durch die Verbreitung Spiele dieser Art verdienen.

Bei Lootboxen handelt es sich in Videospielen um Schatztruhen in Gaming Apps. Um ein bekanntes Beispiel zu nennen, wäre das Mario Kart. In diesen Lootboxen und deren Sortiment können bestimmte Gegenstände des Spiels wie Werkzeuge, Trikots, Kostüme oder auch Waffen gekauft und dadurch Vorteile im Spiel geschaffen werden. Damit die Schatztruhen geöffnet werden können, kann der Schlüssel durch Mikrotransaktionen gekauft werden. Welche Spielvorteil dann in der Truhe sein wird, ist purer Zufall.

Die Kläger sind der Ansicht, dass es sich bei den Truhen um Glücksspiel Elemente handelt und daher die Gefahr zu problematischen Spielweisen entstehen kann. Vor allen eben bei heranwachsenden. In Kalifornien dem US-Bundesstaat sind Produkte dieser Art als illegal auszuweisen. Apple ist zwar nicht der Hersteller der Spiele, dennoch werden sie von Apple im Store vermarktet und Milliarden damit verdient. Apple verdient immerhin 30 Prozent an Provision bei den Abrechnungen.

In der Kritik sind die niedrigen Altersstufen

Die Klage ist eingereicht worden beim zuständigen Bezirksgericht (United States District Court Northern District of California) des nördlichen Bezirks von Kalifornien in den Vereinigten Staaten. Bei der Klage wird dabei gefordert, dass Apple alle Einnahmen die es bisher im Zusammenhang mit den Lootbox-Spielen zurückerstattet werden sollen. Zudem wird gefordert, dass Apple in Zukunft ein Verbot dafür bekommt, weiterhin diese Boxen in ihrem Store anzubieten.

Stark bemängelt werden dabei, dass die Altersstufen für die Spiele viel zu niedrig sind. Und genau damit können diese auch problemlos von Kindern heruntergeladen werden. Vor allem gehe es um die Mario Kart Tour von Nintendo. Dieses kann im App Store bereits ab einem Alter von 4 Jahren heruntergeladen werden. Auch das FIFA Fußballspiel ist eine weiterer Kritikpunkt auch das Spiel ist frei ab 4 Jahren. Hinzu kommen noch Spiele wie Roblox ab 12 Jahre und Brawl an 9 Jahren.

Sammelklage gegen Apple wegen Lootboxen - CasinoTopLootbox-Spiele ähneln sie Lotterien

Weiterhin wird kritisiert, dass seit dem Jahr 2017 von Apple gefordert wird, die Gewinnchancen in den Richtlinien der Lootboxen anzugeben. Die Kläger sind dabei der Ansicht, dass es sich dabei um das gleiche Prinzip wie bei Lotterien handeln würde. Apple sei sich dem auch bewusst, bei den Schatztruhen handelt es sich um Elemente des Glücksspiels. Daher sei die Anpassung der Richtlinien nichts anderes als eine ganz kleine Absicherung, denn die Kritik wächst immer weiter.

In den letzten Jahren hat Apple bei den Apps die Altersstufen immer mehr nach oben gesetzt. Dabei ging es eben um simulierte Glücksspiele. Zusätzlich ist zu den Gambling-Apps der Zugang erschwert worden. Obwohl es immer mehr Kritik von Suchtforschern, Eltern und Spielerschützern gibt sind Lootbox-Spiele auf dem Vormarsch und verbreiten sich immer weiter. Apple hat diese bis jetzt nicht als Glücksspiel eingeordnet und das wird von den Klägern bemängelt.

Lootbox-Debatte das ist der Hintergrund

Bereits im November des Jahres 2017 ist die Debatte um die Lootboxen entfacht. Dabei ging es um das Videospiel „Star Wars: Battlefront 2“. Chris Lee ist Mitglied des Repräsentantenhauses in Hawaii und er hat dieses Spiel damals schon als ein Online Casino für Kinder und Jugendliche bezeichnet. In den USA und in Europa wird seither immer wieder über Lootboxen und deren Mitarbeiter diskutiert. Auch in den sozialen Netzwerken wird immer mehr darüber diskutiert.

Apple ist dabei immer mehr in die Kritik geraten. Der Konzern hat durch diese ehemals kostenlosen Spiele sehr hohe Umsätze generieren können. Und genau das wurde auch in einem Report des Golem einem IT-Portal für im Jahr 2018 so bestätigt. Für das Jahr 2017 sind es ein etwa eine Milliarde Dollar an Umsatz gewesen. Lootboxen sind als In-App-Käufe zu erwerben. Das Spiel “Clasch of Clans” hat jährlich eine Marge von in etwa 90 Millionen Dollar.

In Belgien und Holland gelten Verbote

In Belgien und in Holland sind diese Lootbox-Elemente schon verboten. Werden diese Verbote nicht eingehalten und es kommt zu Verstößen so wird das mit einer strengen Strafverfolgung geahndet. Solche Spiele unterliegen in den Ländern sogar den Glücksspielgesetz. Im Jahr 2018 wurde gegen den FIFA Entwickler EA Sports in Belgien bereits ein Verfahren eingeleitet. Zu Beginn des Jahre 2019 hat der Publisher dann alle Lootboxen vom Markt genommen.

Mittlerweile werden auch in USA und in England entsprechende Kennzeichnungen und Verbote eingefordert. In England laufen noch immer Debatten diesbezüglich. In Amerika ist bereits im vergangenen April die Entscheidung getroffen worden. Lootbox-Spiele werden ein neues Label bekommen. Der Verbraucher wird dabei darauf aufmerksam gemacht, dass es bei den Spielen zufallsbasierte Features gibt. Apple kann durch diese Maßnahme vor einer Sammelklage geschützt werden. Was wirklich kommen wird und wie die Entwicklung sein wird muss abgewartet werden.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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