Schließung des Sundsvall Casinos geplant

Svenska Spel, ein schwedischer Anbieter des staatlichen Glücksspiels, plant augenscheinlich in Sundsvall sein Cosmopol Casino zu schließen. Bereits in den Vorjahren waren die Zahlen der Besucher und Gewinne zurückgegangen. Viele der Spielstätten seien derzeit sowieso schon geschlossen heißt es. Bei einer kompletten Schließung wären circa 900 Menschen und deren beruflicher Werdegang beeinflusst, die jedoch schon für Umschulungen herangezogen werden. Auf welche weiteren Entwicklungen muss man sich hier einstellen?

Eine Legende neigt sich dem Ende zu

Laut Svenska Spel ist ist es nun offiziell. Das Casino Cosmopol, welches durch den Staat gestützt wurde, wird in der Stadt Sundsvall nun seinen Standort für immer schließen. Die Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen. Schließlich handelt es sich um das erste Casino auf internationaler Basis, welches bereits seit 2001 besteht. Man habe bis zuletzt alles versucht um nicht nur den Standort, sondern auch die eigenen Mitarbeiter zu schützen. Bereits seit Jahren kämpft der Betreiber jedoch mit den sinkenden Zahlen, die nicht zuletzt durch den Boom im Bereich des Internets zustande gekommen sind. Neuerliche wirtschaftliche Entwicklungen lassen daher keine weiteren Versuche mehr zu. Es muss die Notbremse gezogen werden, um mit einem blauen Auge aus der Situation heraus zu gehen.

Was das Fass schlussendlich zum Überlaufen gebracht hat, kann bis heute nicht ganz genau geklärt werden. Der Betreiber selber gibt an, dass immer weniger Spieler in das Etablissement gefunden haben. Darunter habe zuletzt auch die Leistungsfähigkeit im finanziellen Sektor gelitten. Die meisten Spieler wollen mittlerweile online spielen und sorgen so dafür, dass immer mehr Anbieter von normalen Casinos auf dem freien Markt schließen müssen.

Die Schließung ist zu diesem Zeitpunkt bereits in Kraft getreten. Somit müssen insgesamt 68 Personen die Beschäftigung vor Ort einstellen. Der Geschäftsführer und Präsident Patrick Hofbauer nimmt großen Anteil an dem Schicksal von jedem Einzelnen. Er sieht jedoch keinen anderen Ausweg als sich den Bedingungen des Marktes anzupassen. Nur so kann er noch das Beste für seine Beschäftigten herausholen.

Das Casino am Ort ist mit immer weniger Kunden keine rentable Angelegenheit mehr. Herr Hofbauer sieht es daher nicht als vertretbar an, das Casino wirtschaftlich am Leben zu erhalten. Da man jedoch über ein großes Betriebsnetzwerk verfüge, können sich die Angestellten auch auf andere Stellen hin bewerben. Es gibt noch drei weitere Casinos in Göteborg, Malmö und Stockholm, diese Standorte werden weiterhin offen bleiben und manche können auch dort eine weitere Beschäftigung finden. Dies sei jedoch dann mit einem Umzug an den jeweiligen Standort verbunden. Wer Kinder, Familie und Freunde hat, denkt darüber sicher mehr als zweimal nach. Hier sind ganz klar Singles im Vorteil, denen ein Neuanfang nichts ausmachen würde.

Kampf gegen den Stillstand

Wie zuletzt auch Großbritannien, Macau und die USA muss auch Schweden mit seiner Wirtschaft kämpfen. so musste man sämtliche Mitarbeiter der Casino Branche zunächst einmal beurlauben, bis sich die Situation wieder beruhigen wird. Davon betroffen waren bis zu 900 Beschäftigte. Eine Wiedereröffnung steht noch im Raum. Ein genaues Datum kann und will man hierzu noch nicht bekannt geben.

Da es immer wieder zu Verboten kommt wie beispielsweise, dass nicht mehr als 50 Personen in einem Raum vertreten sein dürfen, kann es noch dauern, bis der Spielbetrieb wieder ganz normal stattfinden kann. Man hört hier auf das, was die Behörden vorgeben, gab Svenska bekannt. Das Unternehmen müsste hier nicht nur die Verantwortung für die eigene Mitarbeiter übernehmen, sondern auch um die Gemeinschaft der Kommunen, in denen die Spielstätten sich befinden. Man hofft jedoch auf eine baldige Lockerung der Situation und somit auch auf das neuerliche willkommen heißen der alten und neuen Kunden, die treu auf die Öffnung hoffen und warten.

Viele Etablissements müssen derzeit mit der Abstandsregel kämpfen. Dazu gehören natürlich auch Restaurants und Barbetriebe. Nicht nur diverse Spielstätten können es sich derzeit nicht erlauben ihre Pforten zu öffnen, sondern auch Museen und Freizeitparks warten ab, wie sich die Behörden weiter entscheiden. Die wiederum müssen den Situationen entsprechend handeln. Fakt ist, dass ein Casino nicht heute die Türen öffnen kann, um sie eine Woche später wieder zu schließen. Von so einer Rufschädigung könne man sich so schnell nicht mehr erholen. So die Begründung für das zögerliche Abwarten.

Mitarbeiter werden umgeschult

Derzeit verhält sich der Betreiber noch sehr vorbildlich. Er versucht die Situation zu stemmen und lässt sogar seine Mitarbeiter aus dem Standort Sundsvall umschulen. Leider konnte man nur 20 Angestellten die Chance bieten, sich im medizinischen Bereich ausbilden zu lassen.

Die Ausbildung an sich soll in Stockholm abgehalten werden. Dort hat man unter anderem das Grand Hotel mit ins Boot ziehen können. Auch die Skrill Shift initiative sagte Hilfe zu. Obwohl die Casinokette bereits angeschlagen ist, werden sie dazu 18.396 € zu dem Projekt hinzugeben. Zusätzlich haben diejenigen, die sich der Ausbildung stellen wollen, bereits eine zwar befristete jedoch Arbeit in der Hauptstadt. Dort werden sie in Pflege- beziehungsweise Gesundheitsbereich eingesetzt.

In diesem Bereich werden derzeit Kräfte wie noch nie gebraucht und somit ist davon auszugehen, dass sich die Umschulung lohnt und später in einem festen Arbeitsvertrag seitens des Arbeitgebers hinausläuft. Viele Mitarbeiter sind dankbar dafür und wollen diese Chance für sich und ihre Familien ergreifen.

Die Leiterin des Cosmopol Casinos in Stockholm ist sehr stolz auf diese Aktion. Man habe damit die ersten Schritte hin zu einem sozialen Engagement geleistet. Des Weiteren bekundete sie, dass es gerade jetzt sehr wichtig sei, dass man Hand in Hand arbeitet. Menschen werden im Gesundheitswesen und auch im Sozialwesen immer wieder benötigt, daher entschied man sich dort auszuhelfen. Dieses Projekt scheint durchaus mit Erfolg gekrönt zu sein.

Zunächst einmal wurde ein neuer Glücksspiel Berater eingestellt, kurz danach kam es dann zu dem Entscheid, dass ein Schulungsprogramm hervorgebracht werden müsse. Normalerweise kümmern sich die Glücksspiel Berater mehr um die Spieler, die bereit süchtig sind oder drohen süchtig zu werden. Derzeit haben diese Personen jedoch nicht so viel zu tun und somit konnte man sich einem neuen Projekt widmen.

Da die Freizeitbranche derzeit in allen Ländern sehr gebeutelt wird, spricht das Verhalten welches Svenska Spel an den Tag legt einfach für sich. Mit viel sozialem Verständnis und Engagement wird hier mit gutem Beispiel voran gegangen.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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