Wegen Wettbetrug erhielt Tennisprofi Sperrung

Der Tennisspieler Youssef Hossam hat bereits eine lebenslange Sperre bekommen. Nun wurde im Mai erneut ein Tennisprofi von der Tennis Integrity Unit (TIU) gesperrt, der Grund ist wieder das Wett Vergehen. In dem zweiten Fall betrifft es Platero Rodriguez, hier ist es sogar zu einer Verurteilung durch ein Gericht gekommen. Es könnte nun zu weiteren Debatten bezüglich des Wettbetrugs aufkommen und auch neu ins Rollen gebracht werden.

Wegen Courtsider-Aktivitäten 15.000 Euro

In der Welt des Glücksspiels kommt es derzeit wegen der Wettmanipulation zu umfassenden Diskussionen. Wie wichtig das auch ist wird gerade wieder an dem jüngsten Beispiel gezeigt. Gerard Joseph Platero ist ein nicht gelisteter Tennisprofi aus Spanien und genau dieser hat jetzt durch den TIU International Tennis Federation Tennis Weltverband (ITF) und dessen Integritäts-Abteilung eine Sperre von vier Jahren bekommen. Und das zum ersten Mal nach einer gerichtlichen und offiziellen Verhandlung.

Der Tennisspieler ist verurteilt wegen seiner mangelnden Bereitschaft an Kooperation und seinem Wett Vergehen 15.000 amerikanische Dollar als Geldstrafe zu bezahlen. Die Ermittlungen haben ergeben der Spieler Rodriguez hat als Courtsider fungiert bei einem M15 Turnier das im Juli 2019 in den USA, Pittsburgh stattgefunden hat. Der Ausrichter des Turniers was der ITF. Ein Courtsider ist sozusagen ein Mittelsmann der Kenntnisse als Insider besitzt. Zum Zweck von Wetten sammelt er Live-Score-Daten und wird diese dann an Dritte illegal verkaufen.

Bei Rodriguez handelt es sich um den ersten Tennisprofi der bezüglich Courtsider-Handlungen von der TIU angeklagt und auch verurteilt ist. Auch bezüglich des TACP (Tennis-Antikorruptionsprogramm) wurde er wegen Wett Verstößen verurteilt. Denn er hatte 75 Online Wetten auf Sportwetten für Tennisspiele bis zum Juni des vergangenen Jahres platziert und genau das ist aufs strengste verboten. Jedem Profi Spieler im Tennis ist es durch die TACP verboten sich an Sportwetten zu beteiligen. Zusätzlich gibt es auch ein Verbot Werbung für Sportwetten zu machen.

Eine Kooperation wurde durch Rodriguez verweigert

Jedem Spieler gegen den eine Disziplinarmaßnahme durch die TIU angedroht wird ist dazu verpflichtet während der Ermittlungen vollkommen und uneingeschränkt zu kooperieren. Auch gerade dann, wenn bei Anhörungen eidesstattliche Aussagen erforderlich werden. Rodriguez hat sich angeblich im Verlauf der kompletten Untersuchungen überhaupt nicht kooperativ gezeigt oder verhalten. Und genau aus diesem Grunde kam es zu weiteren Vorwürfen bezüglich fehlender Zusammenarbeit.

In diesem Fall wurde das Disziplinarverfahren durch einen unabhängigen Anhörung Beauftragten des Tennis Integrity Supervisory Board, TISB (Tennis-Integritäts-Aufsichtsrats) Ian Mill untersucht und geleitet. Rodriguez wurde durch den untersuchenden Hill in allen Punkten der Anklage für schuldig gesprochen. Die Suspendierung von vier Jahren ist am 30.September gestartet. Sollten bis dahin keine weiteren Verstöße vorliegen so wird es zum Ende der Laufzeit hin eine Bewährungsfrist von sechs Monaten geben. Aber der Spieler darf sich in keiner Weise mehr bezüglich dessen Verfehlungen erlauben.

Das unabhängige Gremium aus Anhörungsbeauftragten und Rechtsexperten des TISB wurde jetzt erst am Anfang September um ein weiteres Quartett erweitert. Jetzt gehören dem Gremium noch an Charles Hollander, Ian Mill, Richard McLaren und Jane Mulcahy. Die Rechtsanwälte Janie Soublière, Raj Parker und Amani Khalifa sind ebenfalls noch beigetreten und gehören dem Gremium an. Sie haben in Zukunft die Aufgabe Disziplinar Anhörungen zu beurteilen um so einen Teil im Profitennis bezüglich der Korruptionsbekämpfung zu übernehmen. Seit dem Jahr 2009 kam es durch den TISB zu mehr als 100 Disziplinar Anhörungen deren Grundlagen auf die Ermittlungen der TIU beruhen.

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Im Tennis kommt es zu illegalen Spielabsprachen

Anfang August wurde noch vor der Zunahme illegaler Spielabsprachen gewarnt durch die Polizei der EU (Europäischen Union) Europol. Ein Bericht sagt ganz klar, ein großes Problemfeld stellt vor allem der Tennissport dar. Lediglich 11 Tennisspiele waren es im Jahr 2016 die manipuliert wurden. 2017 sind es Schätzungen zufolge dann schon 236 Spiele gewesen. Der Wert ist dann 2018 wieder auf 191 leicht gesunken.

Wie präsent die Problematik ist zeigt sich auch an dem Beispiel von Youssef Hossam dem Tennisprofi aus Ägypten. Er wurde im Mai lebenslang gesperrt, da ihm Korruption nachgewiesen wurde. Es wurden von ihm aus mehrere Male illegale Spielabsprachen getroffen und das für Zuschüsse finanzieller Art. Der 21-Jährige Tennisprofi aus Ägypten ist auf der ATP (Association of Tennis Professionals) zu dem Zeitpunkt auf dem 820 Platz geführt worden. Den illegalen Geschäften soll er zwischen den Jahre 2015 und 2019 nachgegangen sein also fast vier Jahre lang.

Am Anschluss an die Untersuchung teilte die TIU mit bei dem Spieler sind insgesamt 21 illegale Aktionen gegen den TACP nachweisbar gewesen. Diese setzen sich zusammen aus sechs Fällen der Spielvermittlung, acht im Match Fixing, im Bereich der Spielabsprachen zwei Fälle, in der Zusammenarbeit mit der TIU waren es zwei Versäumnisse in der Zusammenarbeit und drei Versäumnisse gab es bei der Meldung von Vorgehensweisen die korrupt sind.

Die TIU hat es als besonders schwerwiegend betrachtet, dass Hossam sich des Öfteren an andere Spieler gewendet hat und diese aufforderte sich nach allem Mitteln der Kunst bemühen zu sollen um einen Sieg zu erreichen. Dabei soll es von Hossam auch Bestechungsversuche gegeben haben, die Spieler sollten dann bei eventuellen Wettgewinnen eine Beteiligung erhalten. Dabei wurde von Seiten der TIU von einem Fall sehr großer Tragweite gesprochen. Viele Abschnitte des TACP wurden dabei zitiert. Dabei wurde ein Exempel statuiert mit der lebenslangen Sperre die verhängt wurde.

Wichtiges Thema ist die Wettmanipulation

Illegale Spielabsprachen und Wettmanipulation sind immer wieder aufs Neue ein wichtiges Thema. Gleichzeitig sind sie ein fester Bestandteil der Maßnahmen bezüglich der Regulierung. Schweden hatte sich jetzt erst mit dem Thema Regulation befasst und neue Regelungen vorgestellt. Nachdem in England jetzt der Whistleblower Service neu eingeführt wurde. Schweden ist sich fast ganz sicher, die größte Gefahr was den Wettbetrug angeht ist von den Anbietern ohne Lizenzen zu befürchten.

Auch Spanien gehört zu den Ländern die jetzt viel härter durchgreifen. Die CONFAD ist die nationale Kommission gegen den Wettbetrug und die Bekämpfung der Manipulationsversuchen im Sport. Und genau diese hat nun erst den neu vorgelegten Sicherheitsplan abgezeichnet. Der Plan wird nun erstmal für das laufende und für das kommende Jahr eine vorläufige Gültigkeit besitzen. Die CONFAD wird nun die Arbeit auf vier Pfeilern stützen und das Verbraucherschutzministerium wird den Verlauf überwachen

Im ersten Punkt geht es um die Diagnosen und die Analysen. Im zweiten Punkt wird es um die Sensibilisierung der Problematik gehen. Der dritte Punkt dreht sich um die Überwachung und die Kontrolle. Als den vierten und den letzten Punkt wird die Überwachung der Verfahren und der Vorschriften stehen. Ob es nun durch die Maßnahmen zu dem gewünschten Erfolg kommen wird, ist abzuwarten

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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