Bürgerinitiative für Poker durch CCC

Peter Zanoni Eigentümer von CCC (Concord Card Casinos), ist der Initiator der parlamentarischen Bürgerinitiative, welche für das freie Poker spielen in gesamt Österreich kämpft. Die Aktion hat ein Ziel und das ist das sichere Fortbestehen seiner Casinokette. Immerhin haben 600 Mitarbeiter keine Arbeit, denn seit Januar stehen die Betriebe still. Wie wird sich das alles Entwickeln?

Bürgerinitiative für Poker durch CCC Element 01 - CasinoTopÖsterreich soll frei Poker spielen

Bisher war das Pokerspiel in Österreich frei, nun aber soll es zur Monopolisierung des Gewerbes kommen. Was bedeutet das „freie“ Pokern wird verschwinden. Das sind die eindeutigen Worte von Peter Zanoni. Das ist auch der Grund, weshalb gerade er die parlamentarische Bürgerinitiative startete. Das war somit die Reaktion auf die Schließung von zwölf CCC Betrieben einschließlich des Wiener Montesinos. Die Initiative beschäftigt sich um die Existenz und selbstverständlich um immerhin 600 Arbeitsplätze. Zanoni möchte seine Mitarbeiter nicht einfach der Arbeitslosigkeit überlassen. Auf einer Betriebsversammlung kündigte er an, Reserven anzugehen, um die Gehälter für Februar auszuzahlen. Der Zusammenhalt der Mitarbeiter war dabei spürbar groß.

Die geplante Initiative soll aufzeigen, was sich alles unter dem Begriff Spielerschutz und der Bekämpfung Kriminalität verbirgt. Zudem ist damit auch herauszufinden wo künftig die 35.000 Kunden von CCC spielen werden. Das Verbot, drängt Spieler in den illegalen und ausländischen Bereich zu wechseln, so die Ansage von Zanoni. Leider geht der Schutz von Spielern und Mitarbeitern vollkommen verloren und Grauzonen tun sich auf. Die schwarzen Schafe eines ordentlichen, heimischen Gewerbes werden die Gewinner sein. Alle Punkte sind auf einer dafür eingerichteten Internetseite erklärt. Die Seite wird unter freies Pokerspiel in Österreich eingerichtet.

Ohne Lizenzen und Steuerschulden

Grundsätzlich war es absehbar, dass es zum Ende des Pokercasinos in Österreich kommen wird. Die Lizenzen verloren am 31.12.2019 ihre Gültigkeit. Eine Novelle des Glücksspiels vom Jahre 2010 sagt aus, dass Poker dem Monopol unterliegt. Es darf lediglich in teilstaatlichen Casinos gepokert werden. Zanoni bekam eine Übergangsfrist von 2010 bis 2020 eingerichtet, was gleich schon zu Beginn vom Inhaber skeptisch angesehen wurde. Schließlich kommt in etwa das fünffache Steueraufkommen zusammen. Dabei handelt es sich keinesfalls um ein Entgegenkommen, sondern eher um ein Bankrotturteil. Die Beträge habe sich komplett nach dem Spieleinsatz gerichtet und nicht nach dem Umsatz. Kurzum ist das Casino Austria damit der Gewinner der Aktion. Alles zusammen ergibt eine Insolvenz der größten Pokerkette.

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Werden Kunden wechseln?

Zanoni ist sich fast sicher, seine Kunden weichen nicht auf Casino Austria aus, denn die Split-Limits sind das Problem. Bei CCC liegen diese bei 50 Cent bis 1 Euro, was etwa pro Stunde zu einem Verlust von 50 bis höchstens 60 Euro macht. Bei Casino Austria ist mit 2.000 bis 2.500 Euro auszugehen. Was richtig herb ist so Zanoni. Die Kunden weichen demnach eher in Länder wie die Slowakei oder Tschechei aus. Die CCC Casinos zählen dabei zu den bekanntesten Pokerzentren, in denen regelmäßig große Turniere stattgefunden haben. Dazu zählen vor allem die European Poker Tour und die World Poker Tour. Was der österreichischen Touristikbranche Jahr für Jahr viele Tausende Übernachtungen brachte. Am meisten besucht sind hierbei die Wiener Standorte. Selbst viele Prominente wie Boris Becker oder auch Pamela Anderson spielten bereits an Turnieren mit. Diese werden künftig ausbleiben und es wird zu Verlusten kommen, eben auch in diesem Bereich.

Bürgerinitiative für Poker durch CCC Element 02 - CasinoTopCCC und Zanoni Opfer?

Die Casinos sind sehr erfolgreich und dennoch belaufen sich die Steuerschulden auf satte 600 Millionen Euro. Aus diesem Grunde ist der Eigentümer auch schon seit vielen Jahren im Streit mit den Behörden. Alle Verfahren im Verwaltungsgerichtshof wurden gegen Zanoni entschieden. Ein weiteres Verfahren in dem Poker als Geschicklichkeitsspiel deklariert werden soll, steht noch an. Die Entscheidung soll im Februar noch fallen. Der Kampf gegen die Behörden wird auf jeden Fall weitergeführt. Vor allem auch weil es darum geht viele Arbeitsplätze zu schützen und somit die

Zukunft der Mitarbeiter zu sichern.

Da die Schulden von CCC sich mittlerweile in Millionenhöhe belaufen fanden vonseiten der Finanzbehörde schon mehrere Razzien statt. Die Lokalitäten sind daher auch freiwillig von dem verantwortlichen Betreiber des Unternehmens geschlossen worden. Selbst ein Turnier, welches mit 100.000 Euro dotiert ist, wurde wegen der unhaltbaren Zustände abgesagt.

Das Vorgehen der Behörden nach sei Zanonis Meinung völlig inakzeptabel. Vor allem da die Behörden sämtliche Schlösser aufgebohrten und das Licht hochgedrehten. Daher kann Zanoni das Vorgehen der Behörden so nicht akzeptierenund sieht den Ablauf der Geschehnisse als vollkommen unakzeptabelan.

Jetzt muss alles darangesetzt werden, den Betrieb wieder aufnehmen zu können und das ungestört. Weder Mitarbeiter noch die Gäste dürften künftig unter der übertriebenen Art der Finanzbehörde leiden. Es kam selbst zu Beschlagnahmungen von ganzen Spieltischen, was absolut nicht akzeptabel ist. Die polizeilichen Ermittlungen sind seit der Verwicklung von Zanoni in die Ibiza-Affäre noch umfangreicher. Zanoni wird zur Last gelegt mit dem Ex-Vizekanzler Stache, Gespräche und Absprachen gehalten zu haben, wie die Zukunft der Glücksspielgesetze zu gestalten sind, damit es für den Betreiber einfacher ist. Der Verdacht besteht, dass es zu illegalen Spenden für die Partei gekommen ist. Was daraus wird, bleibt weiterhin mit großer Spannung abzuwarten.

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