Werbebeschränkungen durch JDigital kritisiert 981

JDigital ist in Spanien der Verband für digitales Glücksspiel. Dieser hat sich nun bezüglich der neuen Werbebeschränkungen an die Europäische Union gewendet und gleichzeitig auch die Regierung stark dabei kritisiert. Geplant werden dabei zum einen die Boni und auch das Sportsponsoring zu verbieten. Zu Beginn des Monats sind die doch durchaus drastischen Maßnahmen nach Brüssel zur Ratifizierung eingereicht worden. Kann es denn jetzt noch zu einer Verhinderung der Durchsetzung mit den neuen Regeln kommen?

Unverhältnismäßige Vorgaben?

JDigital der Industrieverband der die spanischen Lizenzierten online Glücksspiele Anbieter immerhin zu 80 Prozent vertritt, hat in dem Schreiben an die EU-Kommission harte Kritik geübt. Und diese richtet sich gegen die Regierung und die geplanten Werbebeschränkungen. In dem Schreiben geht es darum, dass die Behörde in Brüssel durch JDigital die Regularien die vorgelegt worden sind nicht zu ratifizieren. Diese seien absolut ungerechtfertigt und zudem sehr verwirrend. Gerade auch die Ungleichheit der Behandlung von privaten und öffentlichen Glücksspiel wird stark kritisiert dabei.

Im Februar kam es zu den neuen Regularien die eingeführt wurden und nun soll es durch die Beschränkungen zu einem Verbot von Sportsponsoring und Boni kommen. Weiterer Punkt der Kritik ist die Begrenzung für Online Glücksspiel Werbung für TV und Radio. Die Begrenzung soll auf die Zeit von 01:00 Uhr und 05:00 Uhr sein, nur in diesen Zeiten darf die Werbung gesendet werden. Dies wird von JDigital als eine Vorgehensweise betrachtet die vollkommen überzogen und unverhältnismäßig ist.

Der Regierung wird von Seiten des Verbands vorgeworfen nichts anderes als ihr ideologisches Konzept mit dieser Verordnung zu verfolgen. Dabei werden Daten, Studien und Fakten vollkommen missachtet und in keiner Weise berücksichtigt. Der Verband ist sich dabei sicher die neuen Regeln verstoßen Komplett gegen eine gute Regulierung und deren Grundsätze und das kann nicht das Ziel sein. Die Branche wird vom Verband als ein Opfer des Mutismus mit Fakten Verzerrung benannt. Es gebe auch keinerlei Anhalt, dass das spanische Glücksspiel ein Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt.

Wird der Schwarzmarkt damit befördert JDigital ist der Ansicht der Schwarzmarkt kann durch die neuen Vorschriften gestärkt werden. In der Zeit des Lockdowns durch die Corona-Pandemie mit dem die neuen Verschärfungen der Regeln einhergingen, ist es zu einer deutlichen Zunahme des illegalen Glücksspiels gekommen. Im Zeitraum zwischen April und Mai mussten insgesamt 414 Domains von Betreibern geschlossen werden. Was die doppelte Anzahl der Webseiten ausmacht zu denen es ansonsten in normalen Zeiten ohne Werbebeschränkungen kommt und geschlossen werden.

Daher ist es sehr wichtig, dass der legale Markt richtig kanalisiert wird. Die kommerzielle Kommunikation zwischen den Kunden des Glücksspiels und den Anbietern des Glücksspiels muss zu jeder Zeit gesichert sein. Das ist sehr wichtig für den hohen Spielerschutz und sorgt somit für hervorragende Kontrollmöglichkeiten. Das ist bei illegalen Anbietern auf jeden Fall nicht gegeben.

 

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Werden bestimmte Zielgruppen gefährdet?

JDigital betont dabei die Billigung des Gesetzes sei Willkür der Regierung in Spanien. Die Kommission der EU würde bestimmte Zielgruppen mit dem fehlenden Schutz stark gefährden. Wird die neue Verordnung akzeptiert, kommt es zu einer Missachtung des Verbraucherschutzes, welche aber im Dekret nicht erwähnt wird. Was auf ein weiteres die ideologische Orientierung des Gesetzes verdeutlicht.

Zusätzlich werden die hohen Unterschiede der Regulierung zwischen dem privaten und dem öffentlichen Glücksspiel Sektor aufs härteste von Seiten des Verbandes kritisiert. Staatliche Anbieter wie AELAE und ONCE würde durch den Erlass des neuen Gesetzes stark bevorzugt. Die EU-Kommission selbst empfiehlt Gesetzes zu erlassen den privaten und öffentlichen Anbietern die gleichen Chancen bieten, so der Hinweis von Jdigital.

Glücksspielanbieter wie ONCE sind zum Beispiel berechtigt die von Ihnen angebotenen Rubbellose in Supermärkten, Lebensmittelgeschäften, Tankstellen und auch über das Internet zu vermarkten. Im Gegensatz zu den privaten Anbietern müssen die längst nicht so strengen Kontrollen wie die Alterskontrolle oder die Identitätsprüfung vornehmen, denn davon sind diese befreit. In Spanien gibt es wohl derzeit keine Probleme der öffentlichen Gesundheit die im Zusammenhang mit dem Glücksspiel stehen, dennoch wird darin eine Gefährdung gesehen.

Unterschiede zwischen Tabak und Glücksspiel?

Die neun Werberegeln in Spanien für das Glücksspiel lehnen sich zum Teil auch an die Glücksspielwerbung und die Werbung für Tabak an und sind gleichzusetzen. Auch hier gab es wieder entsprechende Kritik von Seiten der JDigital, denn es liege keine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit vor. Daher wird die Regierung auch dahingehend aufgefordert, als Grundlage die offiziellen Daten zu verwenden und in die Entscheidungen miteinbeziehen

In Spanien gibt es eine sehr konstante Rate der Spielsucht. Diese liegt bei gerade mal zwischen 0,3 und 0,5 Prozent. Das ist die Argumentation der JDigital. Daher kann auch die kommerzielle Kommunikation der Regulation des Glücksspielbereichs nicht gleichgesetzt werden mit Produkten wie Alkohol und Tabak. Selbst die Polizei in Spanien hat sich jetzt im Februar an die Öffentlichkeit gewendet und vor der Überregulierung des Sektors eindringlich gewarnt.

Welche Auswirkungen wird es für Sport und die Medien haben?

Selbst für die Medien und den Sport kann es durch die Beschränkungen zu gravierenden Folgen kommen, so die Ansicht von JDigital. Mit rund 80 Millionen Euro Mindereinnahmen wird im Bereich der Sportindustrie gerechnet. Damit die Sache ein Gesicht bekommt, zieht man Italien dabei zur Veranschaulichung heran. In Italien herrscht seit 2019 ein Sponsoring-Verbot und das hat zu enormen Verlusten geführt. Also Verluste werden 150 bis 200 Millionen Euro in der italienischen Fußballserie A genannt, was pro Jahr an Einnahmen fehlt.

Dennoch bleibt die Tatsache im Raum stehen, dass man schon sehr verwundert und erstaunt darüber ist, dass die Nationallotterie Spaniens nun mit zwei Sportverbänden einen Sponsorenvertrag abgeschlossen hat. Und das genau einen Tag nachdem der EU-Kommission der neue Gesetzesentwurf vorgelegt worden ist. Damit ist eines sicher somit würde der freie Markt und die Grundsätze eines ordentlichen Wettbewerbs vollkommen an Gültigkeit verlieren. Alberto Garzon der Verbraucherschutzminister will aber trotz allem die geplanten Beschränkungen schon bis zum Oktober durchgesetzt haben. Aber ob es dazu kommen wird muss abgewartet werden.

Alexander Wellinger Photo Alexander Wellinger

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